Gleichberechtigung auch für den Tod?

Seit einer Weile verfolge ich in den Medien die Diskussion um die aktive Sterbehilfe. Es gibt viel darüber zu sagen. Viele Meinungen. Sich ergänzende, sich widersprechende, nachdenklich stimmende und manchmal auch ein wenig abstruse. Was ich bisher noch nicht gefunden habe ist meine Meinung. Also nicht in dem Sinne, dass in der ganzen weiten Diskussionswelt niemand meiner Meinung wäre sondern im ganz wörtlichen Sinn: ich kenne meine eigene Meinung nicht. Jedenfalls nicht, wenn es DIE EINE sein soll. Die, die immer, unter allen Umständen, bar jeder Ausnahme, eine Gültigkeit hat.

Ich habe nur Fragen. Wie wäre es, wenn ich schwerkrank wäre? Schmerzen litte? Ich neige dazu zu glauben, dass ich in diesem Fall stark FÜR die freie Entscheidung, den Zeitpunkt meines Ausscheidens aus dem Leben zu bestimmen, plädieren würde. Oder würde ich doch nicht? Möchte ich diese Verantwortung zu einem Ja oder Nein wirklich haben? Lehrt mich nicht mein ganzes Leben, dass ich doch öfter mal gern die Verantwortung für die Dinge, die mich betreffen, abgebe? Weil es leichter ist? Weil es am Ende des Tages viel einfacher ist zu sagen „ich hätte ja bestimmt den Job gekriegt ( oder, bitte wahlweise einsetzen:  die Kinder besser erzogen, mehr Sport getrieben, Gitarre spielen gelernt….) wenn nicht der Personalleiter ein Problem mit blonden intelligenten Frauen gehabt hätte (oder: mein Mann mich besser unterstützt hätte, die Zeiten anders gewesen wären…).                                                                                                            Kurz gesagt: hätte ich genügend Kraft, eine solche Entscheidung zu treffen?

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass wir niemanden, der seinem Leben ein Ende setzen will, in letzter Konsequenz davon abhalten können. Ja, vielen Menschen kann geholfen werden, und es muss selbstverständlich immer und immer wieder versucht werden, Menschen in solchen Nöten beizustehen und mit ihnen gemeinsam Lebenswege zu finden, auf denen sie weiter gehen können. Diejenigen jedoch, die für sich eine andere Entscheidung getroffen haben, werden immer nach Wegen suchen, und sie auch finden, diese in die Tat umzusetzen. Das ist eine unvorstellbare Belastung. Wäre es da nicht besser, nicht menschlicher, ihnen die Möglichkeit zu geben, das sanft und friedlich zu tun?

Fragen über Fragen. Vielleicht wäre der gesamten Debatte über dieses Thema damit geholfen, weniger feste Meinungen auszutauschen, oft mit dem Ziel, den anderen nun verdammt noch mal endlich zu überzeugen, als vielmehr nur Fragen zu stellen. An andere, aber zunächst einmal im stillen Kämmerlein an sich selbst.                           Ehrlichkeit wäre da übrigens wünschenswert.

Wir sprechen häufig vom „Geschenk des Lebens“. Meine erste Frage ist daher, können wir im Zuge der Gleichberechtigung auch vom „Geschenk des Todes“ sprechen? Und da kommt schon schwupps die zweite Frage: „Was würde das verändern“?

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Sonnenfische, zweiter Teil:

Weihnachten war so schööön. Gemütlich, harmonisch, zur Gänze ohne ungewollte Zwischentöne. Genaugenommen völlig ohne Zwischentöne, gewollt oder ungewollt. Einfach nur so. Schön halt.

Silvester ist auch rum. War auch schön. Da aber mit Zwischentönen. Sogar ziemlich vielen. Musikalischen nämlich. Toller DJ, gut durchmischtes Publikum, so gut, dass man, frau und ich auch da glatt öfter hingehen könnte. Leider 300 km vom Wohnort entfernt… Das ist dann vielleicht endlich mal ein echter Zwischenton. Ein unschöner.

Na egal, ist jedenfalls vorbei, die Feierei. Aus dem Zustand des „nicht so wirklich was tun müssens“ habe ich aber noch nicht herausgefunden. Um mich also so langsam wieder an das tätliche Leben zu gewöhnen, hier einfach der Bequemlichkeit halber ein Nachschlag zu den Whats-App-Wortverdrehungen:

Aus „sprich mir auf die Mailbox“ wurde bei meiner Freundin die „Maulbox“. Sehr schön, vor allem wenn man weiß, dass die Meisten rummaulen, wenn sie an meinen AB geraten: da sind immer kluge Sprüche drauf!

Meiner Tochter möchte ich etwas über mein Mutterherz schreiben. Das Handy macht daraus zunächst das „Müttergenesungswerk“ und im zweiten Anlauf die „Mütterberatung“. Freud lässt grüßen, den kennen offensichtlich auch die Smartphones,

Auch schön: Tochter an mich: „ich mach dir eine Audio“. Also, wollte sie schreiben, es kam an: „ich mach dir eine Aufopferung“!

Lange gegrübelt habe ich über folgende Frage: “ Hast du die Akazien gekauft“?                Ich gebe zu, manchmal erstehe ich merkwürdige Dinge, aber Akazien? Ah.. ich hätte über den Absender nachdenken sollen, war ein Banker. Es sollte „Aktien“ heißen. Aber über Akazien im Garten denke ich seither nach 🙂

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