Ungeahnte Chancen durch die Negativ-Zinspolitik

Wir alle wissen, dass es mit der Wirtschaft in Deutschland wunderbar aufwärts geht, die Beschäftigungszahlen steigen, es herrscht eitel Sonnenschein im Lande. Leider können einige der anderen europäischen Staaten mit ihrem Wirtschaftsprogramm keinen so rechten Staat machen und das führt nun im Allgemeinen dazu, dass viel Geld gebraucht wird und im Besonderen, dass die Zinsen sinken. Ich bin kein Finanzexperte und für diesen Artikel muss man die grundsätzlichen Zusammenhänge auch gar nicht verstehen, so lange nur klar ist, es gibt einige Finanzprobleme in der und mit der globalen Wirtschaft, die dazu führen, dass die Zinsen sinken. Und auch DAS wissen wir alle, wir erleben es ja nicht nur beim Lesen des Kontoauszuges, nein, es wird uns auch seit Monaten mit Donnerhall per Zeitung, Internet, Fernsehen und -für diejenigen die es noch hören – per Radio nahegebracht.

So weit, so gut. Wir sind ja geduldige Schafe auf der politischen Weide und finden uns damit ab. Nun aber las ich gestern auf der Seite united mutation organisation, dass Wirtschaftsfachleute die Befürchtung haben, dass wir Schafe nicht ganz so dumm und geduldig sind, wie gehofft. Sie äußern die Vermutung, dass wir Bürger, wenn es denn tatsächlich zu einer Negativ-Verzinsung unserer Spareinlagen kommen sollte (also wir der Bank nicht nur dafür, dass sie unsere Belege druckt und Konten verwaltet in Form von Gebühren Geld überlassen, sondern sie dafür bezahlen, dass sie unser Geld bei sich in die virtuelle Schublade legen), auf die Idee kommen könnten, der Bank unser Erspartes wegzunehmen und es, wie ehemals die Großmutter,unter das Kopfkissen packen könnten. Es wurden also Lösungen gesucht.

Die Lösung Nummer eins: wir schaffen das Bargeld ab und lassen allen Zahlungsverkehr über Kreditkarten laufen. Coole Idee. Nun sind jene Wirtschaftsmenschen aber, genau, eben auch „Menschen“ und daher empathisch. Und zwar mit allen Mitbürgern, die, aus welchen Gründen auch immer, Barzahlung bevorzugen. Es soll also eine Lösung für diese Menschen geben, die Barzahlung immer noch ermöglicht – allerdings unter erschwerten Umständen. Denn irgendwie muss das Massenabheben und unter-dem-Kopfkissen-lagern ja verhindert werden.

Die Lösung Nummer zwei: Das Bargeld bleibt erhalten, aber nur noch in Form von 5 Euro Scheinen! So kann das Großmütterlein immer noch im Laden um die Ecke Brot und Butter kaufen – aber der Großgeldbesitzer nicht seine Millionen in Scheinen im Bett bunkern. Soweit der Artikel.

Nun, aus Problemen entstehen Lösungen. Mit dem Problem vom Lagern von Unmengen von Geldscheinen konfrontiert – also, für alle diejenigen unter uns, die völlig unschafig noch eigene Entscheidungen treffen wollen und Zinsen immer noch eher als gewinnbringend denn als verlustmachend verstehen – beginnt nun gerade ein junger Mann mit der Entwicklung des „Einer für alle“ Tresors.

Der Prototyp ist zunächst auf eine Menge von Geldscheinen ausgerichtet, der der Summe von 10.000 Euro entspricht. Es gibt darin Schubladen in verschiedenen Größen, zu 100, 500 und 1000 Euro, in denen gerade genug Platz ist für die entsprechende Menge an 5 Euro Scheinen. Man kann die Schubladen zur Gänze entnehmen und in eine passende Tasche stecken, die dann das herkömmliche Portemonai ersetzt. Die Tasche wird gegen eine geringe Gebühr mitgeliefert.

In Planung sind ein angeschlossener Bügelautomat, der die Scheine glättet, so dass sie in größerer Anzahl in kleinere Schubladen passen. Über eine Vorrichtung, die in den Schubladen ein Vakuum entstehen lässt, ähnlich den bekannten Vakuumbeuteln, wird ebenfalls nachgedacht.

Der Erfinder kann noch nicht sagen, wann genau die ersten „Einer für alle“ Tresore verkaufsfertig sein werden aber dass ihr Preis sich durch 5 teilen lassen wird, hat er bereits verbindlich zugesagt.

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Hightech auf´m Klo!

Wer mich kennt oder meinen Blog ein wenig verfolgt hat weiß, dass ich kein großer Anhänger vom allgemeinen Technik-Hype bin. Also, es muss nicht alles gemacht werden, was technisch so möglich ist. Siehe zum Beispiel meinen Artikel „Smarthome…“. Ich wehre mich auch gegen die Allmacht des Handys (obwohl ich zugeben muss, dass auch ich beim Essen mal draufgucke oder nachts aufstehe, wenn ich vermute, dass eines der Kinder eine liebevolle Whats App geschickt haben könnte….. ich werde selten enttäuscht, was die Kinder betrifft, häufiger aber bezüglich des „liebevoll“!). Wer wie ich öfter mal mit dem Zug fährt und sich dort gerne in Zeitungsartikel oder Bücher vertieft, der weiß um die Anstrengung, die es kostet, sich gegen das allgegenwärtige Gebrabbel in und aus den Handys in der Umgebung anzukonzentrieren. „Ja, das habe ich dem Mistkerl auch gesagt…. die Börse sagt aber…. Herr Müllerhuber ist ein Idiot, ich habe ihm erst gestern… soll ich 100 oder 125g Schinken mitbringen…“

Auch der Gedanke, demnächst mit Spionagebrille auf der Nase und Spionagechip unter der Haut herumzulaufen macht mich frösteln.( Ah.. aber vielleicht ist das die Lösung: wenn sie uns zwangsgeimpft haben – inklusive Chip – dann könnte eine veritable Gänsehaut das Senden von Daten womöglich unmöglich machen? Sollte man mal überprüfen.) Und mir graut vor dem Tag, an dem ich ein neues Auto kaufen muss. Den Überblick über Funktionsweise und Anzahl der Spitzel, die da eingebaut werden, habe ich längst verloren. Aber ich bin sicher, da könnte sogar Q, der Forschungschef des MI6, noch etwas lernen.

Also Hightech und Überwachung all überall und es sieht nicht so aus, als würde es da Rückentwicklungen geben. Eine Sache finde ich aber super: die intelligente Toilette! In der Zeit vom 09.04.2015 ist ein wunderschöner Artikel über Klos, die praktisch sind, sauber, mitdenken und Emotionen wecken. Sie sind das Glanzstück aus der Kombination japanischem Hightechwahns und italienischer Lebensart. Sie machen alles: nicht nur Unschönes geruch- und spurlos beseitigen, sie verpassen Massagen, wärmen den Allerwertesten und untersuchen die diversen Hinterlassenschaften gleich medizinisch und melden die Daten an den Hausarzt. Lange Wartezeiten bei selbigem entfallen daher. Der Sitz ist ergonomisch so geformt, dass man gar nicht mehr aufstehen will. Da ist es gut, wenn das Bad groß genug ist, dass neben dem stillen Örtchen noch ein Wissens-Örtchen, nämlich Bücherregal, Platz hat. Und die neuen Schüsseln haben Rundungen, die wohlgeformten Frauenkörpern nachempfunden und somit herrlich anzusehen sind. Das weckt Emotionen, das bindet uns gefühlsmäßig an das WC, das lässt das Bad zum Superstar im Hause werden. Und was haben wir nun davon?

Lauter Vorzüge: Mehr Zeit zu Hause, da weniger Arztbesuche. Das Sofa hält länger, da wir mehr Zeit auf dem Klo verbringen. Wir sparen an Klobürsten, Heizkosten (wegen der gewärmten Brille), ernähren uns vermutlich gesünder (fördert ja bekanntlich die Verdauung und wo wir doch nun so gerne im Bad sind….) und werden von Tag zu Tag etwas schlauer. Wenn das Bücherregal Platz hat und nicht etwa von einem Fernseher verdrängt wird.

Die Entwickler der japanischen Firma Toto haben sich so viel Mühe damit gegeben, aus „einem eigentlich unangenehmen Vorgang einen Angenehmen zu machen“, dass ich davor symbolisch meinen Hut ziehe, alle Bedenken über Bord werfe und bekunde: her mit dem Ding, ich will auch ein „Washlet“ oder ein „Neorest“ und bitte unbedingt mit der goldverzierten Fernbedienung. Wasser marsch!

Toto gibt es übrigens in Deutschland auch. In Düsseldorf. Vermutlich auf der Klö.

 

 

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