Neu für Flüchtlinge: Das FZ-Mm-oa1

Vor kurzem beschloss das Bundeskabinett das Integrationsgesetz. Darin geht es unter anderem darum, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Flüchtlinge zu verbessern. So soll zum Beispiel die sogenannte „Vorrangprüfung“, nach der ein Arbeitgeber einen Deutschen bei gleicher Qualifikation vorziehen muss, zumindest in Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit abgeschafft werden.

Einig sind sich alle darin, dass Integration nur dann klappen kann, wenn die Flüchtlinge Deutsch lernen und arbeiten können. Von eventuell fehlenden Deutschkursen will ich hier gar nicht sprechen, das ist sicherlich auch von Region zu Region unterschiedlich. Für die Schwierigkeiten, Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten, hätte ich aber eine Idee, die die Vorrangprüfung völlig überflüssig werden ließe.

Im Fernsehen habe ich folgenden, sehr wahren und typisch deutschen, Satz von Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, gehört: „Deutschland ist ein Land, in dem Zertifikate eine wesentliche Rolle spielen.“ Und daran mangelt es den Flüchtlingen eben. Entweder, weil sie aus Ländern kommen, wo das nicht so ist (soll´s ja geben) oder weil sie Ihnen auf der Flucht leider irgendwie abhanden gekommen sind. Keine Bescheinigungen, kein Nachweis, ergo kein Job. Das steht dem Integrationswillen vieler entgegen, Politikern wie Unternehmern. Dafür schlage ich hier eine einfache und faire Lösung vor: Das Fluchtzertifikat – Mittelmeer- oder anders, Version 1.
Oder eben, in Kurzform, das FZ-Mm-oa1.

Dieses sollte nur die Fähigkeiten enthalten, die die Menschen benötigt haben, um trotz sämtlicher widriger Umstände bei uns angekommen zu sein. Als da wären:

Durchsetzungskraft                                                                                           Entscheidungsfreude                                                                                                       Flexibilität                                                                                                                 Zielorientierung                                                                                          Verantwortungsbewusstein                                                                                              Teamgeist                                                                                                             Finanzplanung                                                                                                                      Geduld                                                                                                                        Weltoffenheit                                                                                                             Selbständigkeit

Diese Liste ließe sich, je nach individueller Geschichte, problemlos erweitern und anpassen. Und damit wäre die Sache mit der Arbeitsqualifikation und dem Vergleich mit deutschen Bewerbern vom Tisch. Und das weitere Deutschlernen könnte so ganz nebenbei im Job stattfinden.

 

 

like and share